• Claudia Johanna Vatter

Heilung nach der Trennung von einem narzisstischen oder bindungsvermeidenden Partner

Ein Manifest der Klarheit


Die Einkerbungen, die diese Beziehung hinterlassen hat, kann nicht alleine im Geist oder Körper heilen. Prozesse auf beiden Ebenen werden benötigt und ich unterstütze dich gerne auf diesem Weg. In diesem Artikel geht es in erster Linie um die geistige, mentale Ebene und ich zeige euch aber auch eine Übung, wie ihr diese mit dem Körper gut verknüpfen und verweben könnt.

Weiter unten findet ihr ein kleines Manifest, das euch unterstützen kann, in die Klarheit zurück zu kommen. Oft hat sich in euren narzisstisch oder bindungsvermeidenden geprägten Beziehungen die Dynamik entwickelt, dass ihr euch verloren habt. Ihr habt bis zum Schluss versucht um die Beziehung zu kämpfen, diese zu retten und immer wieder euer Herz neu aufgemacht. Meist seid ihr dabei wahrscheinlich gegen eine Mauer gerannt. Gleichzeitig, paradoxer Weise, denkt ihr, dass ihr diejenigen seid, die egoistisch gehandelt haben. Ebenso sucht ihr nach wie vor die Schuld oder das Versagen bei euch. Vielleicht aber habt ihr auch Wut. Wut auf euch selbst in so eine Lage gekommen zu sein. Ihr fragt euch, wie euch das passieren konnte, trotz all eurer Bewusstheit oder der Weisheit die ihr habt. Ich kann euch an dieser Stelle sagen, dass seit ich zu diesem Thema forsche und berate, besonders Menschen mit einem hohen Maß an Empathie und einem ausgeprägten sozialen Bewusstsein sich in dieser Lage befinden. Menschen aus allen möglichen Berufsgruppen und Schichten scheinen ähnliche Erfahrungen zu machen und müssen sich nach solch einer Erfahrung neu ausrichten. Ich möchte euch ermutigen: Lasst eure Emotionen zu, wandert durch das tiefe Tal und seid dann in Folge eine Person, die wieder tiefe Verbundenheit und Liebe spüren kann. Ihr werdet danach bewusster und ganz entschieden Menschen in euer Herz lassen, die gleichermaßen lieben und auch durch herausfordernde Prozesse mit euch gehen können. Ihr werdet euch selbst noch besser als zuvor kennen und ihr werdet Glück und Verbindlichkeit auf einer neuen Ebene spüren können. Auch wenn ihr mir das an der Stelle noch nicht glaubt oder das Gefühl habt, heute ist ein Tag wo ihr nah am Abgrund steht: Die Tage werden kommen, wo ihr den Sinn und die Lernerfahrung in aller Fülle genießen könnt.

Vielleicht hat euch euer oder eure Partner*in plötzlich verlassen mit seltsamen Begründungen oder sie oder er hat euch nicht die Möglichkeit für einen Dialog eingeräumt. Vielleicht ist sie oder er einfach abgetaucht oder hat euch bis zum Schluss in der Annahme gelassen, dass sie tief und innig lieben. Vielleicht gab es heftige Worte und ganz viel Drama. Vielleicht gab es Szenen, wo ihr euch um eine Versöhnung bemüht habt und erstaunt wart, dass der andere einfach so das Spielfeld verlässt. Vielleicht gab es aber auch ein kühles und abgeklärtes Gespräch und ihr seid nun alleine mit eueren ganzen Emotionen dazu. Das alles und ähnliche Mechanismen lassen euch zurück mit einem Gefühl der Wertlosigkeit und ihr seid nun gefragt, euch jeden Tag aufzurichten und euch selbst wieder zu lieben. In diesem Sinne möchte ich euch eine kleine Hilfe an die Hand geben: 


Das Manifest der Klarheit um sich von toxischem Beziehungsverhalten zu distanzieren


Bevor du mit dem Manifest arbeitest, versuche falls du wütend oder

verletzt bist, dich bewusst einen Schritt neben dich zu stellen. Werde dir klar darüber, dass du die Macht hast, dich für dich zu entscheiden.


Ich bitte dich jetzt, das folgende Manifest einmal am Stück durchzulesen. Danach lese jeden Absatz einzeln, lasse die Worte auf dich wirken und

nehme jeweils sieben tiefe Atemzüge.


Ich bin

nicht mehr bereit mit Menschen in Verbindung zu bleiben, die sich Konflikten nicht stellen oder sich verschliesen, gemeinsam, lösungsorientiert und wertschätzend daran zu arbeiten.


Ich nehme 

bewusst Abstand von Menschen, die nur dann lieben wenn ich so funktioniere wie es für sie angenehmen ist.


Ich distanziere

mich deutlich von Menschen, die den Körper und seine äußere Hülle dann wertschätzen, wenn er einem gesellschaftlichen Ideal entspricht.


Ich verlasse

das Spiel der schönen und scheinbar liebenden Worte und vertraue im Gegenzug auf die Taten und die Realität die sich zeigt.


Ich bin weiterhin mutig

meine eigenen Muster aufzudecken, mich verletzlich zu zeigen und kommuniziere das auch. Ich darf erwarten, dass mein Gegenüber sorgsam und taktvoll meine Prozess erkennt und den Raum halten kann.


Ich erkenne

narzisstisches Handeln und sage schnellstmöglich "Goodby". Ich wende mich den Menschen zu, die verzeihen können, die großzügig und emphatisch im Miteinander lieben und leben.


Ich arbeite

an meinem natürlichen Selbstschutz und lege meinen Fokus darauf, "rote Flaggen" (toxisches-verhalten-in-beziehung-erkennen-und-der-realität-ins-auge-blicken) nicht zu übergehen. Ich treffe entsprechende Konsequenzen, sofort!


Ich öffne 

mein Herz und beginne,

Stück um Stück dem Leben wieder zu vertrauen.


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